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Kronjuwelen der Wiener Klassik

Do 22. Oktober 2020 | 19:30 Uhr

Leonberg | Stadthalle Römerstraße 110
Leonberg, 71229 Deutschland

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Insgesamt fünf Violinkonzerte aus der Feder Mozarts sind zweifelsfrei überliefert, vier davon entstanden zwischen Juni und Dezember 1775, als der 19-jährige Komponist Konzertmeister bei Erzbischof Colloredo in Salzburg war. Wenngleich Mozart als Konzertmeister und als Solist mit der Geige sein täglich Brot verdiente, sah er sich zu etwas anderem berufen. Für ihn war die Oper das Maß aller Dinge, im Musikdrama sah er seine Leidenschaft und seine Zukunft – was häufig zu Konflikten mit seinem Vater oder dem Erzbischof führte. Dass sich Mozart beim Verfassen des Violinkonzertes in G-Dur KV 216 an vokalen Vorbildern orientierte, ist also wenig verwunderlich. Für den Mozart-Forscher Alfred Einstein ist klar: „Wenn es ein Wunder in Mozarts Schaffen gibt, dann ist es die Entstehung dieses Konzertes.“ Einstein verweist hier weniger auf den Entstehungshintergrund der Komposition als vielmehr auf die musikalische Entwicklung Mozarts, der mit diesem Konzert völlig neue Wege beschreitet. Das Konzert in D-Dur KV 218 wiederum erinnert an die Konzerttradition der Mannheimer Schule: pompöse Einleitung mit Marschcharakter und viel Raum für virtuose Kaskaden des Solisten.

Mozarts Konzerte seien „die Höhepunkte der Gattung überhaupt“ schreibt Volker Scherliess in Die Musik in Geschichte und Gegenwart 1996. Während Beethoven die Gattung der Sinfonie in neue Bahnen lenken sollte und den Rahmen des bis dahin Gehörten sprengte, vervollkommnete Mozart die Sinfonie seiner Zeit – in seinen Sinfonien kumuliert dieses Genre und Beethoven hatte später keine andere Wahl mehr, als neue Wege zu beschreiten. Die Sinfonie der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erreichte mit Mozart den Höhepunkt. Auch Mozarts Entwicklung innerhalb der Gattung ist beeindruckend: während die Sinfonie in Es-Dur KV 183 (1773) noch im Stil einer italienischen Opernsinfonia gehalten ist, erklingt die Haffner-Sinfonie (1782) bereits als viersätziges, breit angelegtes Klangbild, dessen kompositorische Komplexität die Sinfonie KV 183 bei weitem überstrahlt.

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 24 Es-Dur KV 184
Violinkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216
Violinkonzert Nr. 4 D-Dur KV 218
Sinfonie Nr. 35 D-Dur KV 385 Haffner

Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz Violine & Leitung

In Kooperation mit

Eine Veranstaltung der

Baden-Württemberg Stiftung

Details

Datum:
22. Oktober
Zeit:
19:30 bis ca.21:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Leonberg | Stadthalle
Römerstraße 110
Leonberg, 71229 Deutschland
Telefon:
07152 9755-0
Website:
https://www.leonberg.de/Kultur-Sport-Tourismus/Kultur/Stadthalle-Leonberg

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