Concerti all’arrabbiata oder: Manche mögen’s scharf!
Seit ihrem ersten Import aus Südamerika durch Kolumbus erlebte die Chili einen weltweiten Boom, von dem auch Italien nicht ausgespart blieb. Ob es genau diese kleine Pflanze war, die hier Peperoncino heißt, die italienische Komponisten des 17. Jahrhunderts zu explosiven Meiserleistungen inspirierte, ist nicht bekannt, aber der Vergleich liegt auf der Hand. Die Konzerte von Platti, Vivaldi und Geminiani mit ihren rasend schnellen Streichern und flinken Holzbläsern sind perfekte Beispiele. Diese Werke regten wiederum ihre musikalischen Nachbarn in Deutschland an, darunter Telemann, der ein Konzert für zwei unerschrockene Hörner sowie die Grillen-Sinfonie schrieb, die mit noch einigen anderen Länderaromen gewürzt ist. Gottfried van der Goltz und die Musiker des Freiburger Barockorchesters bieten feurige Interpretationen dieser mitreißenden Werke. 

 

Inhalt
Georg Philipp Telemann:
Sinfonia D-Dur TWV 52: D2 für 2 Hörner, 2 Oboen, Streicher, Bc;
Sinfonia G-Dur TWV 50: 1 „Grillen-Sinfonie“ für Piccolo-Flöte, Chalumeau, Kontrabass, Streicher, Bc
Giovanni Benedetto Platti: Oboenkonzert g-moll
Antonio Vivaldi: Fagottkonzert RV 483
Francesco Geminiani: Concerto grosso „La Follia“

Freiburger Barockorchester
Gottfried von der Goltz Konzertmeister

Label: Aparte, DDD, 2020
Erscheinungstermin: 12.11.2021