Die FBO Gesellschaft des bürgerlichen Rechts

Nur wenige Jahre nach der Gründung des Freiburger Barockorchesters wurde es wegen der immer größer werdenden Zahl an Projekten im In- und Ausland notwendig, den jungen professionellen Klangkörper strukturell auf solide Beine zu stellen. 1990 gründeten die Musiker deshalb die FBO Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, die bis heute in dieser Rechtsform besteht. Der GbR gehören ausschließlich im Orchester tätige Musiker an, die als „Unternehmer“ die Entwicklung des Klangkörpers bestimmen. Für das operative Geschäft ist ein professionelles Management verantwortlich.

Ein Gesellschaftsvertrag regelt sowohl die interne als auch die externe Kommunikation des Orchesters. Die Gesellschafterversammlung bestimmt die Geschäftspolitik: die derzeit 26 Gesellschafter entscheiden z.B. über die künstlerische Ausrichtung des Klangkörpers, über die Neuaufnahme von Gesellschaftern oder grundlegende wirtschaftliche Fragen.

Alle zwei Jahre wählt die Gesellschafterversammlung einen aus vier Musikern bestehenden Vorstand. Die Geschäftsführung der Gesellschaft hat dieser weitgehend an den Intendanten delegiert. Vorstand und Intendant tragen die Verantwortung für die Umsetzung der Beschlüsse, die in der Gesellschafterversammlung gefasst werden.

Das Freiburger Barockorchester wird institutionell von der Stadt Freiburg und vom Land Baden-Württemberg gefördert.

Vorstand

Die Mitglieder des aktuellen FBO-Vorstands sind Torsten Johann, Karl Kaiser, Christa Kittel und Brigitte Täubl.

Künstlerische Leitung

So, wie der Vorstand der GbR (zusammen mit dem Intendanten) für die operative Geschäftsführung verantwortlich zeichnet, gibt es beim FBO auch ein Gremium für künstlerische und programmatische Fragen. Zu diesem Gremium – der künstlerischen Leitung – gehören die beiden musikalischen Leiter Gottfried von der Goltz und Petra Müllejans, drei aus dem Orchester gewählte Vertreter (aktuell Ann-Kathrin Brüggemann, Christian Goosses und Dane Roberts), der Dramaturg und der Intendant. Die künstlerische Leitung diskutiert und entscheidet über Besetzungsfragen, aufführungspraktische Aspekte und vor allem über die programmatische Ausrichtung des Orchesters (Repertoire, Annahme und Ablehnung einzelner Projekte). Fragen, die die gesamte Identität des Orchesters berühren oder nur in einem größeren Kontext geklärt werden können, werden von der künstlerischen Leitung auf einer Gesellschafterversammlung zur allgemeinen Diskussion gestellt.