Gastspiel in Groningen

G.Ph. Telemann
Ouvertüre zu Der für die Sünde der Welt leidende und sterbende Jesus („Brockes-Passion“) TWV 5:1

J.S. Bach
Kantate „Ich habe genung“ BWV 82

G.Ph. Telemann
Kantate „Der am Ölberg zagende Jesus“ TWV 1:364

J.S. Bach
Kantate „Vergnügte Ruh, beliebte Seelenlust“ BWV 170

G.Ph. Telemann
Kantate „Jesus liegt in letzten Zügen“ TWV 1:983

Philippe Jaroussky, Countertenor
Petra Müllejans, Leitung

Während Bachs Solokantaten regelmäßig in Kirche wie Konzertsaal erklingen, werden die von Telemann eher selten aufgeführt. Ursprünglich hatte dieser sie für Bariton komponiert und wohl sich selbst als Solisten vorgesehen. Immerhin schrieb er 1712 an den Rat der Stadt Frankfurt, dass sich seine Stimme, „zwischen Tenor und Bass …, Baritono genennet“, sehr wohl „hören laßen darf“. Hier komponierte er denn auch die Solokantate „Jesus liegt in letzten Zügen“ (und seine „Brockes-Passion“). In Hamburg, wohin Telemann 1721 von Frankfurt gewechselt war, schrieb er eine weitere Kantate für seine eigene Stimmlage: „Der am Ölberg zagende Jesus“. Beide Kantaten enthalten eine bildhafte Musik, mit tonmalerischer Ausschmückung einzelner Worte und einer dramatischen Gestik, die den Hörer das Geschilderte unmittelbar erleben lässt. Im Dialog mit Bachs Kantaten und gesungen von der himmlischen Stimme Philippe Jarousskys entstehen musikalische Botschaften, die nicht mehr von dieser Welt zu sein scheinen. 

 

Ort: Groningen

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