Abokonzert 5 Freiburg | Venezianische Reise

G. Fr. Händel
Ouverture, Balli und Arien aus „Agrippina“ (Venedig 1709)

J. Rosenmüller
„Sinfonia undecima“ aus „Sonate da camera“ (Venedig 1667)

A. Steffani
Ouverture und Arien aus „La lotta d’Hercole“ und „Tassilone“

A. Vivaldi
Concerto „per la Solennità di San Lorenzo“ D-Dur RV 562a (Venedig 1728)

J. G. Pisendel
Sonata da chiesa c-moll (2 Ob, Str, B.c. |5’)

J. Hasse
Ouvertüre und Arien aus „Siroe“ (Dresden 1763)

 

Anna Lucia Richter, Sopran
Freiburger Barockorchester
Torsten Johann, Cembalo und Leitung

 

In Kooperation mit der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Freiburger Barockorchesters e.V.

 

Italien war nicht nur Sehnsuchtsort der Maler und Dichter, sondern auch der Musiker und Komponisten. Insbesondere die Musikstadt Venedig, die als Kultur- und Handelszentrum seit dem Mittelalter prosperierte, zog Musiker aus ganz Europa an, die in den Kirchen, Palazzi und in den Opernhäusern Gelegenheit fanden, ihre Kunst zu demonstrieren. So kam Händel
während seiner vierjährigen Studienreise durch Italien auch nach Venedig, wo er seine Oper Agrippina schrieb. Johann Rosenmüller hingegen floh aus Sachsen nach Venedig, um seiner Strafverfolgung wegen des Verdachts, er habe Sängerknaben missbraucht, zu entgehen. Agostino Steffani und Antonio Vivaldi waren selbst Venezianer. Johann Georg Pisendel und Johann Adolph Hasse wirkten lange Zeit am Dresdner Hof, der zahlreiche Verbindungen nach Venedig unterhielt. Dies betraf nicht nur die Musik der venezianischen Oper, sondern auch die Sängerin Faustina Bordoni, Hasses Ehefrau, mit der er seinen Lebensabend in Venedig verbrachte.

Ort: Freiburg

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